| 3-fache Patchecken | |
Diese Tasche ist aus 3 zus.hängenden Patchecken gestrickt -- die Maschenangaben: 20-1-40-1-40-1-20 |
Die Henkel haben ca. 75 Kraus-Rippen |
| Patchecke | |
45-1-45 Maschen für den Anschlag das hintere Eck wurde zur Taschenklappe umgeklappt - vorne in entsprechender Höhe begradigt |
|
| 4 kleine Patchecken ... | ... und der Rücken ist eine große |
| 28-1-28 -- das sind die Maschen für jede der kl. Patchecken | das große Eck als Rücken hatte entsprechend 56-1-56 Maschen im Anschlag die Henkel haben je ca. 70 Dop-Reihen und Krausrippen |
| Diese
gestrickfilzten Patchworktaschen waren quasi die
Vorreiter für die Strickfilztaschen"welle",
die sich zur Zeit in allen Strickforen - und Clubs
bewegt. Da ich einige Jahre mit den Handarbeitsfrauen auf
der Dortmunder Creativa mit dem Thema Patchworkstricken
war, brauchte ich auch neues Deko-Material.Als ich die
Taschen für meinen Stand auf der Creativa 2005
strickte, gab es noch gar keine ausgewiesene
Strick-Filz-Wolle. In den Läden, in denen ich fragte:
"Filzt diese Wolle ?" wurde ich entgeistert
angeschaut und hörte den Satz "Aber unsere Wolle
filzt doch nicht!" mehr als einmal. So habe ich
Wolle zusammen suchen müssen, die für meinen Zweck
geeignet war. Von teurer handgefärbter Wolle bis zu
zusammengedrehten Einzelfäden war so auch alles dabei.
Dadurch sind diese Taschen
natürlich richtige Unikate geworden. Horst Schulz, der Erfinder dieser Art, Patchwork zu stricken, der auch auf der Creativa zu Gast war, schaute sich immer wieder die gefilzten Patchworktaschen an - und er ließ sich genau erklären, wie das mit dem Waschfilzen vor sich ging. |
| 1 Patchecke, die Tasche ist ein 2er Patch und die "Knöpfe" sind die Probeecken | |
| Das
gr. Patcheck hat 55-1-55 Maschen, die Tasche vorne drauf
aus einem 2-fachen Patch 22-1-44-1-22 Die "Knöpfe" waren Probeläppchen, und der Henkel wird direkt aus dem Seitenteil weitergestrickt - ca. 55 Rippen hoch - und auf der anderen Seite angestrickt |
|
| Muschelmuster | |
| 81
Maschen sind der Anschlag für diese Muscheltasche - die
Taschenklappe ist ein Stck. weitergestrickt und nach
vorne gelegt der Henkel ist in der Breite mit 115 M gestrickt worden mit 1 Kraus-Rippe, 1 Dop-R gl re und 1 Kraus-Rippe wird er einmal um die Taschenklappe gelegt, hat man einen kurzen doppelten Henkel |
|
| Streifen | |
| Streifen, die im
"Knick" gestrickt werden --- 40-10-1-10-40
Maschen - so beginnt er. Anschließend werden noch
Patchecken angestrickt, die zum geraden Boden abgenäht
sind in der gleichen Höhe wie die beiden Eckpatches. Die Henkel sind wieder in der Breite gestrickt mit 70M mit 1 Kraus-Rippe, 1 Dop-R gl re und 1 Kraus-Rippe |
|
| und nochmal Streifen | |
![]() |
Nochmal die gleichen Streifen - nur wurden unten mehr Einzel-Patches an- und ineinander gestrickt, so daß es direkt einen Boden gibt. |
| Schrägstreifen | |
![]() |
Schrägstreifen - eine sehr
schöne Optik. Begonnen wird mit 3 Maschen und bis zu 93 Maschen in der Breite gestrickt - dann wieder bis zu 3 M reduziert. Diese Tasche hat auch einen Extra-Boden und Seitenteile über jeweils 10 Reihen glatt rechts |
| Patchecken mit Glitzersteinchen ... | |
| In diesen Patchecken - 13-1-13 Maschen - ist Leinengarn, Alpaka, Mohair und Schurwolle enthalten. Als Schmuck bekam die Taschenklappe im mittleren Patch oben ein blaues Eckchen und eine "Garnitur" aus blauen Glitzersteinchen zum Aufnähen -- die übrige Tasche ist auch aus Patches, aber nur in d.braun | |
| ... und mit Shadowknitting - durchs Filzen allerdings nicht mehr klar sichtbar | |
| Hier hab ich Boucléwolle in
multicolor verwendet zusammen mit dem Leinen-Mischgarn -
die Patchecken sind zwar in Schattenstrickerei gestrickt
worden, was aber nach dem Filzen wenigstens auf dem Bild
nicht mehr so klar erkennbar ist. Auch hier ist nur die Taschenklappe in mehrfarbig, der Rest ist in Multicolor-Patchecken |
|
| Und schon wieder eine Neue! | Hier noch ungefilzt |
| eigentlich nur eine Tasche aus einfachen Topflappen-Ecken --- | aber hier macht es der "Schnitt" - das Aneinanderstricken der Teile |
![]() ![]() |
![]() |
| Das ist sie nun - eine Tasche mit 4 gleichen Seiten | |
| Die Wolle war großteils
sehr gut filzend und ein kleiner Teil weniger - das macht
das Hebemaschen-Muster sehr plastisch Ein Patcheck wurde aus 25-1-25 Maschen gestrickt |
|
| das Schema | |
| Spitzpatches | |
| Eine Tasche mit Spitzpatches noch ungefilzt |
|
| so sieht sie gefilzt aus | |
| 2-farbiges Patent | |
| Meine vorerst letzte Tasche
wurde in 2-farbigem Patent in Patchtechnik gestrickt Auf 2 Patches wurde die Uni-Farbe als vordere Farbe genommen, da schaut das bedruckte Garn nur durch, bei den anderen beiden Patches kam das bedruckte Garn nach "vorne" |
|
| ein Patch besteht aus 27 M,
das im 2-farb. Patent gestrickt wurde Dadurch, daß das Patentmuster seitlich in der Breite auseinander fällt, haben sich beim Wechseln der Strickrichtung die Wellen im Vorderteil ergeben. die Anltg. ist hier: http://www.ls-liane-stitch.de/Strickmuster1.html |
der Rücken wurde 57 M gestrickt, im Wechsel wurden alle Reste der Garne mit hineingestrickt |
| Für Patchwork-Strickereien und anschließendes Verfilzen in der Waschmaschine gibt es natürlich noch viel mehr Möglichkeiten als nur große Taschen. Denn alle Muster kann man ja auch mit großen sowohl als auch kleinen Teilstücken stricken. Da bieten sich beispielsweise an: Schuhe - gerade verfilzte Schuhe wärmen noch mehr als gestrickte Socken. Man kann Körbe für Bad-Utensilien fertigen oder die Zeitschriften, die man unbedingt neben dem Sofa haben muß. Patchgestrickte und anschließend verfilzte Kleinigkeiten sind zum Beispiel TaTüTas - Taschentüchertaschen - nicht zu vergessen die Hüllen für Brillen und Handies, die man wunderbar mit kleinen Glitzersteinchen aufpeppen kann, dass sie edel erscheinen. Bei allen Teilen, die ein bestimmtes Maß haben, sollte man aber möglichst eine kleine Maschenprobe machen, damit die Teile auch passen. Mit Filzwollen in unterschiedlicher Stärke kann man dann auch sehr gut die großen und auch kleinen Teile stricken. |
| Welche Wolle ? | |
| 5 Garne, die absolut identisch schienen außer der Farbe - 4 haben gefilzt, eine überhaupt nicht | |
| Auf alle Fälle vor
dem Stricken eine Waschprobe machen. Es genügt ein
Pröbchen von 10 M und 4-6 Reihen. Dieses Pröbchen dann
mit einer 60° Wäsche mitwaschen - damit man sieht, ob
die ausgesuchte Wolle auch wirklich filzt ! Ich habe sehr teure Wolle sowie auch sehr günstige, z.T. aus vielen Fäden zusammengedrehte Wolle für die Taschen verwendet. Das war vielleicht ein bißchen schlechter zu verstricken wegen des Teilens des Strickfadens - aber vom Ergebnis gibt es keinerlei Unterschied. Wolle für Ndl.stärke 5-6 wurde mit 7-9 verstrickt, sie muß für Handwäsche vorgesehen sein, möglichst locker gedreht - Dochtwolle bietet sich sehr an. Es darf auch ein Anteil Synthetik enthalten sein - dann muß man evtl. 2 mal waschen. Gewaschen wird in der Waschmaschine bei 60° - geschleudert mit ca. 600-700 Touren. Nach dem Schleudern muß die Tasche in Form gezogen werden - am besten stellt man sich hinein und zieht kräftig dran oder beschwert sie mit 3-4 ltr. Orangensaftpackungen - kann auch Apfelsaft sein :-) - und hängt sie zum Trocknen an einen Wäscheständer. Sollte ein Strickstück mal zu fest gefilzt sein - das kann bei zu festem Schleudern passieren - kann man es nachträglich noch gut mit einem Dampfbügeleisen in Form bringen oder auch z.B. Henkel "verlängern". Die Strickstücke gehen so ca. 1/5 bis 1/4 ein, bei Naturwolle kann das aber sehr viel mehr sein. |
|
Viel Spaß und hoffentlich ein wenig Anregung, sich selbst solch ein Unikat zu "erstricken" !
Gutes Gelingen !
copyright Liane Schommertz 2005-2010